Tuesday, August 30, 2005

Katrina....

Nachdem ich mitbekommen habe, dass noch nicht mal alle anständig mitbekommen haben, was hier so los ist: Ein gewaltiger Hurricane ist gerade über Lousiana/ Alabama nierdergerast. Das Reiseziel der guten Katrina geht weiter gen Nordosten Richtung zu mir. Aber: So wie es aussieht, bekommen wir hier nur den Rand ab, also nur ein paar Ausläufer usw. Was genauer heißt: Wir hatten jetzt schon so nette Tornadowarnungen (ja, aber was nützen die? Wenn ich mit dem Haus hier wegfliege, kann ich auch nicht wirklich was daran ändern...) und es regnet und regnet und regnet... Na ja, Gewitter sind wir ja gewohnt - vorhin hat der Strom mal wieder gut gewackelt - gerade noch mal am Stromausfall vorbeigegangen...

Trotz dieser Warnungen war ich heute abends doch noch aus - wie gesagt, wenn der Tornado nun mal hierher zum Haus kommt, kann ich auch nicht so recht was machen. Gab mal wieder kostenloses Essen... :-) Allerdings eigentlich nicht für mich, sondern für die Public Health Leute - was Emily ja ist. Sie hat mich dieses Mal sozusagen mitgeschmuggelt.

noch mehr "technische" Fotos

was wohl.... Atlanta....
das war wirklich lustig - weil es mal wieder so warm war, sind die ganzen Leute da echt in Badekleidung mitten in der Stadt durch den "Brunnen" gerannt!






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Monday, August 29, 2005

mehr Fotos von Sonntag (aus technischen Gründen in einem neuen Post...)

in underground Atlanta:

vor underground Atlanta mit Skyline im Hintergrund

nochmal...

wie gesagt, man braucht hier ein Auto... :-)


im CNN Center - da durfte man (Noch) fotogrphieren. Auch für das CNN Center durfte man übrigens durch 100 Sicherheitsschecks wie auch auf dem Flughafen gehen. Spaß haben die auch nicht verstanden - wurde ziemlich angemüffelt, als ich da einen gemacht habe... Das beste war, dass wenn man durch die Rucksack-Körperkontrolle gegangen ist, marschiert man erst mal wieder durch "öffentliches" Gebiet. Ach ja, und man bekommt eine Plakette, die man gefälligst die ganze Zeit über "gut sichtbar" an seinem Körper zu tragen hat!

Aus dem Bild sieht man unseren CNN-Führer - er wurde angewiesen (Ha hats gehört), extra D-e-u-t-l-i-c-h zu sprechen für uns. Ja, das hat er auch, der hat so deutlich gesprochen, dass er teilweise eher Grimassen geschnitten hat, als zu sprechen...

Polarbären gibt´s auch im Coca-Cola-Land!

Ja, Prost! Am Ende geht´s einem da nicht mehr gut....

So berühmt bin ich - schauen alle mr zu... Na gut, die Wahrheit: Am Sonntag war da gerade ein Latinofestival und "über mir" auf dem Bild ein Konzert.

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CNN und Coca Cola

Sonntag war dann ein Besuch beim Coca-Cola-Museum, underground Atlanta (wieder) und CNN-Center fällig. Hat Spaß gemacht - man konnte alle möglichen weltweiten Coca-Cola-Sorten probieren - und hiermit warne ich alle nachfolgenden Besucher: Auch von einem Minischluck von jedem kann einem schon schlecht werden!!! (Jaja, niemand wird auf meine Warnung hören, schon klar... Ich habe es ja auch nicht geglaubt...) Und zweitens: Probiere NIE das Zeug aus Italien - bitte ist nix dagegen!!! Vor allem, wenn alles davor eher süß oder allenfalls gingermäßig war...
Viel Spaß bei den Bildern!
Im Coca-Cola-Museum

links: das sind die Gefährte,die ich neulich zu erklären versucht habe. Auf denen fahren diese Heilfcops in Atlanta drch die Gegend und helfem verirrten Passanten. (Das hier sind scheinbar irgendwelche Touristen - keine Ahnung, wie man an so ein Gefährt hier kommt...)














hier nun noch mal das Coca-Cola-Museum (innen)

Sunday, August 28, 2005

Kulturelles

Samstag Abend:
(Sorry, muss hier verkehrt herum schreiben, hat "technische" Ursachen.....)
Samstag abend war ich vom ISSP (ist hier sozusagen das Auslandsamt) beim Stone Mountain Park, eine der größten Attraktionen Georgias. Dieser Berg ist eigentlich der weltgrößte Granitmonolith der Welt; in ihm eingemeißelt ist ein Bild vom Konfördederiertenpräsidenten Jefferson Davis und seinen Begleitern. Am Fuß des Berges ist eine Wiese und auch ein Park, der an Mini-Disneyland erinnert. Davon habe ich (leider) allerdings nicht so viel gesehen, weil wir erst abend hingefahren sind, um hauptsächlich dort die Lasershow (findet da scheinbar immer am WE statt) zu sehen. Ich fand die Lasershow ganz lustig - allerdings war sie schon wirklich sehr patriotisch, weswegen sie die meisten anderen internationals eher abschreckend fanden. Na ja, Amerikaner sind eben sehr patriotisch. :-) Ein bißchen sehr doll, fand ich dann aber auch, dass zwischendurch Soldatenbilder eingeblendet wurden, und es doch eine Menge Leute gab, die wild zu jubeln begannen. Ansonsten fand ich es aber eher witzig eine Lasershow zu den ganzen Südstaatenliedern zu sehen.


Auf dem Berg (Ha (gesprochen: Hä) steht neben mir - das wird in den VLs lustig (jaja, auch Mathe; die finden sich doch immer gleich...), ich sage ja auch immer "hä...", wenn ich was nicht verstehe... :-))


Seilbahn, mit der wir auf den Berg gefahren sind. Da es so spät war, war das sogar kostenlos!


Ich mit dem Berg und dem dort eingemeißelten Bild im Hintergrund.

Glücklicherweise wurde ich übrigens nach dem ganzen (und nach 100 Mal Verfahren) direkt nach hause gefahren. Als ich gefragt habe (ich war die letzte im Shuttle), ob sie mich an der einen - zu mir am nächsten Campus-Ecke - absetzen kann, ich daraufhin gefragt wurde, wo denn mein Auto steht, ich sagte, dass ich laufen würde, bin ich glatt nach hause gefahren worden. Zum Glück!!!! Wie auch die Shuttlefahrerin richtig erkannt hat: Eigentlich will man auch in dieser sogenannten sicheren Gegend nicht wirklich im Dunkeln nach hause laufen - es gibt hier alle 100 m vielleicht mal ein Licht, wenn das nicht gerade kaputt ist!

So, und nun kommst der eigentliche erste Teil dieses Blogeintrags... :


Am Samstag Vormittag war ich zunächst im Martin Luther King Jr. Center. (War sogar direkt etwas, was man hier in der Gegend kostenlos machen kann! ) War wirklich interessant und gut; hier ein paar Fotos:
Das findet man vor dem Eingang.


Sein Geburtshaus - gibt eine Führung durch das Haus. Schönes Haus!!!


Ein Beispiel, was man sich da so ansehen konnte. Hier wird dargestellt, wie ausgewählt wurde, wer wählen darf. Auf dem "Ding" steht ein Glas mit Bohnen - wer die richtige Anzahl der Bohnen im Glas schätzt, darf wählen. Komischerweise haben "Weiße" immer richtig geschätzt - "Schwarze" nie...


Orientation beginnt (oder auch: wieder kostenloses Essen....)



Am Donnerstag hat nun die international orientation angefangen und ich durfte auch einen grandiosen erneuten (als ob der TOEFL nicht reichen wprde) ESL Englischtest machen. Auf dem Bild sieht man, wie mir meine Mitbewohner Glück gewünscht haben (eigentlich Emily, wie man sieht, quäle ich sie mit Deutsch lernen). Zumindest musste ich zu diesem grandiosen Test nicht nur auf einmal so früh aufstehen, der war dermaßen besch....!!!!! Der Test besteht aus 2 Teilen: einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Beim schriftlichen Teil durften wir uns über die These "Fremdarbeiter schaden dem Gastland" äußern. Wir hatten eine Stunde Zeit - meiner Meinung nach war das viel zu viel, ich habe es gerade geschafft, mir knapp 2 Seiten rauszuquälen. Nun ja, der mündliche Teil war dann sehr "interessant". Es kam scheinbar ziemlich darauf an, bei wem man da gelandet ist. Bei Tobias lief es ganz vernünftig - wie bei den meisten anderen auch. Ich hatte da nicht so viel Glück - gut 30 Minuten wurde ich mit Dingen wie: Sollte Frau Merkel die Wahl gewinnen, nur weil sie eine Frau ist; bin ich nicht stolz, dass der Papst ein Deutscher ist; sollte Europa nicht spiritueller werden; wie könnte man das erreichen; gäbe es dann nichtz viel weniger Kriege... Ups, hier hatte ich eine ganz falsche Antwort, es gab doch eher mehr Kriege aufgrund der Religion... Äh... Nun ja, und schon war sie dabei mich auzuquetschen, wie ich zum Irak-Krieg stehe und zu Bush. Sachen, über die ich gerne gesprochen habe, wie z.B., wie es dazu kam, dass ich hierherkomme zum Studieren, wie ich schon mal in den USA war usw. schienen meine Interviewerin ja nun gar nicht zu interessieren. (Einer meiner Mitbewohner: "Die war bestimmt von CIA - ausländische Studenten aushorchen....") Zumindest waren es wirklich sehr quälerische 30 Minuten und ich war danach nicht besonder gut gelaunt. (Ergebnis gibt´s erst nächste Woche - das Gespräch wurde natürlich auf Band aufgenommen...)

Anschließend habe ich dann noch eine Campustour mitgemacht - ehrlich gesagt hätte ich die aber eher vor 2 Wochen gebraucht. Aber danach gab es mal wieder kostenloses Essen :-) . An dem Tag hatten wir dann nur noch eine "richtige" Veranstaltung - Eingewöhnung in eine fremde Kultur. Die war nicht besonders toll - fand ich. Außer dass ich eine grausame deutsche BWLeren dort getroffen habe (@Sabine: erinnerst du dich an S. aus der Bfs?! Genau so!!!!! Auch die Haarfarbe....), die mich in kürzester Zeit eher agressiv gestimmt hat, da sie permanent nichts anderes zu tun hatte, als alles zu erzählen, wie schlimm es ist, in Deutschland zu studieren, wie supertoll sie ist usw... Meine mitbewohner durften sich deswegen schon abends einen ewigen Monolog von mir anhören - sie hatten den Fehler begangen, nach meinem Tag zu fragen... :-)

Am Freitag hatten wir dann weitere EInführungsveranstaltungen - die waren teilweise echt sinnvoll. Schon alleine, damit man weiß, dass man hier mit seiner Steuererklärung usw. nicht alleine gelassen wird. Abends gab es dann mal wieder - na, was wohl???? - kostenloses Essen! :-) Das Ganze dann auch noch im Rahmen einer Poolparty... :-)

Kaum war ich von der Party zurück, wo ich übrigens Emily mit reingeschmuggelt habe (hey, immerhin hat sie auch einen irischen Pass...), ging es auch schon weiter auf die nächste Party, wo uns unser Mitbewohner Rafal mitgenommen hat. War auch ganz lustig - natürlich mal wieder einen Deutschen getroffen, der auch mal ein paar Jahre in Berlin gewohnt hat. Allerings kam gestern der Punkt, wo ich es auf einmal sehr ermüdend fand, die ganze Zeit nur Englisch zu hören.

Saturday, August 27, 2005

noch mehr kostenloses Essen....



Erstmal kurz vorab: Ja, ich habe es nun auch bemerkt - "Kakerlake" wird "Kakerlake" geschrieben - ohne "c"... Ich werde es aber nun nicht aus alles Veröffentlichungen raussuchen...
Die letzten Tge hatte ich immer gut zu tun, deswegen nun also eine kurze Zusammenfassung. Ich hoffe, ich erinnere mich noch an alles. Und eine GROßE ENTSCHULDIGUNG an alle, die bei chatten in der letzten Zeit (auch skypen...) zu kurz gekommen sind!!!

Nun aber lieber zu meinen kostenlosen Essen! :-) Ich habe mir hier scheinbar die richtigen Freunde dafür ausgesucht:
Am Mittwoch war ich mit Emily unterwegs (Büchereiausweis usw, besorgen, das ist nicht so interessant...), als sich 2 ihrer Cousinen bei ihr meldeten, die sie aber wohl gemerkt auch noch nie gesehen hatte. (Sind auch eher Cousinen 10ten Grades.) Es stellte sich heraus, dass sie in den nächsten Wochen nur diesen einen Abend Zeit haben, man sich also sinnvollerweise da treffen sollte (zum Essen). Und (natürlich) war die deutsche Mitbewohnerin auch herzlich willkommen. (Das Lokal ist oben auf dem Bild im Hintergrund zusehen - man beachte den Namen: Sage! Mit besonderem Gruß an die Leute in Berlin, die den Sage Club kennen :-)

Wie schon vorweggenommen, ich wurde netterweise auch zum Essen eingeladen, und danach noch mal zu besonders leckerem Eis. Den Namen von dem Eisladen habe ich schon wieder vergessen - aber 300% Häagen Dasz (wie auch immer das nun geschrieben wird) konkurrenzfähig!!!! (Nach dem ganzen Essen bin ich geplatzt...)
Warum ich geplatzt bin? Ich hatte an dem selben Tag schon relativ viel Mittag gegessen, da ich mich da mit einer Berlinerin, die ich im Flugzeug getroffen habe und die aber schon seit 10 Jahren in Atlanta wohnt, getroffen habe. Das war auch sehr nett! Es stellte sich auch einiges "interessantes" heraus: Was für mich ja ein echtes Highlight war, dass der gute Rafal in unsere Terasse eingebrochen ist, ist hier nicht so besonders - ist hier halt alles eher in nicht so gutem Zustand... Eine kleine Gegendrundfahrt habe ich auch gleich bekommen. Nun kann ich darauf hoffen, dass ich einen Anruf bekomme, wenn sie mit ihrer Familie etwas unternimmt - also hier in die Gegend fährt oder so. Oder ich gehe mal Babysitten - sind niedliche Kinder.

Monday, August 22, 2005

Nun bin ich der Jäger...

...na gut, eigentlich dann wohl eher die Jägerin... Mein einer Mitbewohner - Alan - ist heute morgen ausgezogen. Er hat dafür gesorgt, dass ich seit meiner Ankunft keine einzige Kackerlake getroffen habe (hier im Haus). Denn als er hier ankam, traf er an seinem ersten Tag gleich einige dieser Gefährten: 2 grinsten ihn in der Küche fröhlich an, eine gesellte sich (fliegend) zu ihm, als er im Wohnzimmer saß und die nächste winkte ihm zwischen den beiden Duschvorhängen entgegen. Also holte der gute New Yorker gleich am ersten Tag alle möglichen Anti-Kackerlakenmittel. Nicht gerade zu der Freude meiner Vermieterin: "Oh nein, Alan, wenn du eine siehst, dann trittst du einfach drauf. Kein Gift..." Die armen, armen Kackerlaken....[=cockroaches, für die Leute, die alle mal im Nachhinein über Bill Cosby noch mehr lachen wollen - mir wurde auch gerade heute erzählt, dass demnach der eine Freund da Kackerlake hieß...] Zumindest hielt sich der gute Alan (glücklicherweise!!!!) nicht an den Anti-Gift-Wunsch, sondern stellte in unserem Haus so einige Kackerlakenfallen auf, und sprühte von Zeit zu Zeit usw. (Als ihn eine frühere Mitbewohnerin mit seinen Armen voll von Anti-Kackerlakensachen sah, meinte sie nur grinsend: "Willkommen im Süden!") Und nun ist er ausgezogen - da sich der Rest hier scheinbar nicht SO an den eiweißhaltigen Mitbewohnern zu stören scheint, übergab mir Alan nun feierlich den Rest der Anti-Kackerlakenkampagne-Artikel mit dem Auftrag, es weiterzuführen... Nun ja, wer mich mal mit so nem Viech gesehen hat, kann jetzt lachen... Normalerweise brülle ich einfach nur los, wenn mir so eins entgegenflattert oder irgendwo hockt... Übirgens: meiner Vermieterin ist noch nicht mal aufgefallen, dass wir keine Kackerlaken mehr haben... Sind ihr die Kackerlaken davor auch nicht aufgefallen?!

Ach ja, um mal so zu beschreiben, wie ich hier noch wohne:
Rafal (jaja, noch ein Mitbewohner, aber ein dauerhafter) ging heute morgen ganz normal über unsere (nach vorne) Terasse, es machte knacks, und er brach ein..... Äh, ja... :-) (Ich habe ja schon die ganze Zeit darauf gewartet, ich dachte nur, dass es eher mal mir passieren würde...) Nun, es laufen nun Wetten, welche Holzdiele wann als nächstes durchbricht... Hauptsache von der Terasse hinten bricht nix durch, weil die ist ja dann doch hoch... Wir sind uns nur alle einig, dass wir uns nicht auf das Geländer dort verlassen würden!
Aber sonst ist es ja nett hier! Vor allem kann ich mit meinen Mitbewohnern sehr zufrieden sein! Freitag komme ich so auch schon wieder auf eine Party. :-)

Saturday, August 20, 2005

Ausgehen und Pool

Gestern war ich nun auch endlich mal im unieigenen Pool. Da weiß man, wo hier die Studiengebühren bleiben... (Es gibt hier ein ganzes Fittnesscenter mit Tennisplätzen usw., was man auch alles benutzen darf.) Zumindest ist es ganz witzig, wie so eine erstmalige Anmeldung abläuft. Na gut, meine muss erst noch mal "ablaufen", weil es im System hier noch jemanden mit meinem Namen gibt - kann ich mir kaum vorstellen; auch an dieser Uni?!
Zumindest renne ich deswegen momentan nur mit so einem Brief rum, damit die mich alle überall reinlassen.
Aber normalerweise ist so eine Anmeldung wirklich sehr lustig! Nachdem man erst mal den ganzen Papierkram ausgefüllt hat, darf man seine Hand in so eine tolle Box packen, wo do merkwürdige schwarze schraubenartige Dinger drin sind. (Wenn man dann einen Ring trägt, muss man ihn scheinbar dann auch immer tragen...) Nun ja, sort darf man alle seine Finger platzieren und dann: drücken! Das ganze dann drei Mal. :-) Äh ja, wenn man also nun zum Pool oder ähnliches will, muss man an jeder Eingangstür so was ähnliches wie eine PIN eingebe(weiß nicht, ob das nun zufällig die Matrikelnummer ist), seine Hnd in so eine Box tun und drücken... Aber; keine Sorge - wie uns auch gleich mitgeteilt wurde - das ist jetzt kein Fingerabdruck! Das ist ja eher ein Foto... :-)

Sonst ist der Pool aber recht schön - gerade bei dem Wetter hier. Auch wenn das Wasser eher warm ist.

Gestern hat außerdem mein einer Mitbewohner seinen Abschied gefeiert. Nachdem ich ewig gehadert habe, ob ich nun in dieses marokkanische Restaurant, wo er hinwollte, mitgehen will oder nicht (weil Essenspreise zwischen 45 und 65 Dollar!), habe ich mich schließlich doch durchgerungen. (www.imperialfez.com) Hätte ich von Anfang an gewusst, dass ich (mal wieder) nichts für mein Essen und Trinken bezahlen muss, wäre mir die Entscheidung wohl auch leichter gefallen... :-)
Es war eine interessante Erfahrung - war wohl zum ersten Mal in meinem Leben in einem Restaurant, wo einem das Auto geparkt wird. Schuhe mussten im Flur gelassen werden und man saß auf dem Boden auf Kissen. (Wer "Und dann kam Polly" gesehen hat, kann sich vielleicht vorstellen, wie das war.) Gegessen wurde mit den Fingern, und meist gab es einen großen Teller für alle, da es sich ja auch um ein 5-Gänge-Menü handelte, wo alle außer ein Gang gleich waren. Glücklicherweise kam auch ständig einer vorbei, der Wasser und Schüssel zum Händewaschen hatte... Zumindest war man eigentlich schon nach 2-3 Gängen pappsatt und hat dann kaum noch was vom eigentlichen Hauptgang geschafft. (Haben wir uns aber alle einpacken lassen.) War wirklich sehr lecker und lustig! (Gewürzempfindlich sollte man da wirklich nicht sein - mir ist auch da wiederum der Film "Und dann kam Polly" eingefallen...) Ärgerlicherweise hatte ich meinen Fotoapparat nicht bei - zumal mein Nochmitbewohner so ein nettes Prinzessinenkrönchen aufbekommen hat....
Zum Essen gab es leckeren Wein - den ich ja auch glücklicherweise nicht bezahlen musste, was ich aber vorher wusste. Sonst hätte ich mir das echt verkniffen, denn eine Flasche hat da mindestens 35 $ gekostet...

Zumindest bin ich so also mal dazu gekommen, Bauchtänzerinnen aus der Nähe zu bewundern - eine gesonderte Einlage mit "Feuertanz" gab es auch noch.

Anschließend sind wir noch zu einer Poolparty gefahren - wollte ja schon immer mal so eine echte amerikanische Poolparty mitmachen! :-) Leider waren wir aber so lange mit Essen beschäöftigt (3 Stunden) und hatten uns ja auch erst relativ spät getroffen, dass die Poolparty im Prinzip schon vorbei war, als wir da ankamen. Die Zeit hat aber doch noch gereicht, um mal wieder einen Deutschen zu treffen - Münchner um genau zu sein. Der lebt nun schon seit 10 Jahren hier... Aber von der eigentlichen Poolparty habe ich dadurch eben leider nichts mehr mitbekommen.


PS: Auf dem Foto ist Emily, meine Mitbewohnerin, mit drauf und zeigt uns vor dem Weggehen

PS zum Zoo

Was ich noch vergessen hatte: Es ist schon teilweise recht unheimlich, wenn man im Reptilienbereich ist und die ganzen Schlangen betrachtet, dann auf den Lebensraum schaut, und schließlich feststellt, dass doch recht viele der auch giftigen Tierchen hier leben. Äh - ich überlege mir das hier noch mal mit dem Wandern und Zelten hier....

Ansonsten sollte man bei einem Zoobesuch hier am besten ganz früh oder möglichst spät da sein. Sonst ist es hier nämlich leider sogar den Tieren zu heiß und sie verstecken sich irgedwo im Schatten, wo man sie kaum mal finden kann.

Friday, August 19, 2005

Zoo, kostenloser Wein und mehr!



Zunächst - wie man hier auch séhr gut sehen kann - gab es da in freier Wildbahn sehr böse Löwen!!! :-)

Nein, der Zoo ist an und für sich sehr schön; wenn man ihn den erst mal gefunden hat. So ist das eben, wenn zwei Atlantafremde im Auto losziehen, und die meisten Straßennamen nirgendwo stehen...

Zumindest hat dieses Klima hier dafür gesorgt, dass man am Wegesrand schon eine Menge Pflanzen hat, die man aus Berlin nur aus den Krokodilshäusern (beispilesweise) kennt. Ist schon hübsch, durch solche Landaschaften zu gehen. Ansonsten ist der Eintritt eben mal wieder ziemlich teuer und wenn man den Zoo von Berlin (oder auch den Tiergarten) kennt, findet man diesen im Verhältnis dann doch klein. Wir waren zumindest innerhlab von 2,5 Stunden mit allem (incl. Kinderzoo) durch.

Was ganz lustig ist, ist dass sie überall eben auch so kleine Shows anbieten oder auch dass eine kleine (natürlich kostenpflichtige) Eisenbahn durchfährt.

Was den kostenlosen Wein betrifft: Ich war auf einem Wine Mixer. Zumindest war es eine Veranstaltung, wo alle Graduate Students kostenlosen Wein bekommen haben (mjam - vor allem bei dem Wetter... :-) ) und es auch ein wenig Essen gab. Außerdem hat diese (reiche) Uni noch einige iPods und einen Organizer verlost! Ich habe leider nichts abbekommen, obwohl die Chancen wirklich gar nicht so schlecht standen! Zumindest hat meine von mir mitgeschliffene Mitbewohnerin den Vogel abgeschossen und einen Organizer von Dell gewonnen. Nett, ne?! Hätte ich auch gerne gehabt... Wir schauen uns jetzt das Teil alle an, finden´s toll; aber wenn wir ehrlich sind, so richtig brauchen tut´s niemand... :-)

Ansonsten wurde ich heute abend auch noch zu einem Dinner miteschleppt. Meine Mitbewohnerin hat sich mit ihrer Beinahe-Vermieterin getroffen und Tobias und ich sind mitgekommen. So habe ich einen netten Ort aufgetan, wo man Tacos für 2 $ bekommt! (Und es schmeckt!) Na gut, heute musste ich gar nichts bezahlen, weil wir alle eingeladen wurden. War ein sehr lustiger Abend!!!

(Gut, zu hause ist dann wohl noch mal der Wein durchgekommen, denn Emily und ich habe unsere ganze versiffte Küche geschrubbt... :-) )

Ich schicke euch hiermit Sonne und gehe jetzt schlafen!

Atlanta downtown

Nachdem ich nun schon längst die Bilder auf die Seite gestellt habe, sollte ich vielleicht auch noch ein paar Worte zu meinem kleinen Ausflug sagen.

Obwohl die MARTA (so heißt die hiesige BVG sozusagen) einen schlechten Ruf hat (na gut, der ist schon berechtigt - allerdings sind auch einige sehr stolz auf dieses "Verkehrsnetz", denn immerhin hat sonst keine Stadt (angeblich) in den Südstaaten so etwas); sind wir relativ gut in die Innenstadt gekommen. (Außer dass wir am Anfang fast eine Stunde auf den Bus gewartet haben.) Tickets kaufen beim Busfahrer ging alles, auch wenn wir kein Wort von ihm verstanden haben. Das war dann wohl wirklich mal der richtige Südstaatenakzent. Mein einer Mitbewohner hat mich davor bereits gewarnt. Er lebt seit 10 Jahren oder so in Amerika (Oregon eigentlich), war allerdings vor einem Jahr oder so ähnlich mal in einem "einheimischen" Restaurant in Alabama - und hat KEIN Wort der Bedienung verstanden. Zumindest klang so ein nettes Wort wie "road" eher wie ein Löwengebrüll - zumal er es eben auch wirklich immer ins Mikro gebrüllt hat... Und man sollte nun mal auch nicht meinen, dass Busse (Bahnen auch nicht) so was tolles wie eine Anzeige haben, wo man gerade ist. Man sollte also irgendwie immer die Gegend wiedererkennen. (Na ja, dann kann ich auch selbst fahren...) Wenn ich schon mal bei der MARTA bin - man sollte so einige wissen, wenn man nicht wie der letzte Depp dastehen will. Wenn man zuerst mit einem Bus und dann mit einem Zug fährt, bekommet man so ein Ticket, was min in einen Bahnautomaten stecken kann, um die Schranke zu passieren und alles ist fein. (Tickets gelten immer nur in eine Richtung, d.h., wenn man dann einmal die Züge verlassen hat, muss man ohnehin ein neues Ticket kaufen.) Will man nun erst Zug und dann Bus fahren, kann man einen dieser wunderbaren Ticketautomaten benutzen; dann kann man durch eine "menschliche" Schranke gehen und bekommt ein Busticket. (Ach so, was man auch noch wissen sollte, das Ticket für die "menschliche Schranke" ist eine Münze. Wenn man nicht so doof aussehen will wie wir, darf man also nicht noch ewig auf ein Stück Papier warten, sondern sollte sich mal sein Wechselgeld genauer ansehen... :-) ) Das Busticket was man also dann anschließend erhält, gibt man wiederum dem Busfahrer. Äh - uns falls der gerade nicht da ist, legt man es einfach auf den Sitz. Oh ja, und noch ein toller Tipp - wenn man irgendwo aussteigen will, muss man an so einer Art Strippe ziehen, die an den Fenstern quer angebracht ist. Zumindest letzteres wusste ich... Nun ja, und wenn man die ganzen Scahen nicht weiß, so ging es uns, steht man wirklich da wie der letzte Depp! Wie gesagt, man hielt uns am Ende sogar für zu blöd, so nen Ticketautomaten richtig zu bedienen...

In Atlanta selbst gibt es leider ehrlich gesagt nicht so besonders viel zu sehen. Es gibt underground Atlanta, was meiner Meinung nach halt so eine Tourifalle ist; dann eben das Coca-Cola-Museum, CNN, die Skyline... Na ja, und es ist auch schön, das alles mal zu sehen, aber dauert auch nicht weig, Unser Hauptproblem bestand eher darin, die Eingänge der Malls zu finden. Ja, da lacht ihr! War aber echt nicht klar! Wer kann schon wissen, dass man teilweise durch die U-Bahn gehen muss! Das witzigste an der Innenstadt war, dass überall solche "Hilfscops" rumrennen und stehen - wirklich an jeder Ecke!!!! Und die scheinen eigentlich auch nur dafür da zu sein, einem weiterzuhelfen, wenn man sich verirrt hat. Kaum bleibt man 3 Sekunden stehen, kommt auch schon so ein Menschlein auf einen zugerannt! Na ja, oder auch zugerollt. Die hatten teilweise so ganz abgefahrene 2rädrige Rolldinger, wo sie drauf standen. Frage mich, wie sie damit fahren und vor allem stehen können?! Zumindest hat uns so ein weißer Hut-Menschlein auch gleich einen Stadtplan in die Hand gedrückt.
Soviel zu Atlanta... :-)

Wednesday, August 17, 2005

...

Coca-Cola Museum und ich


2 meiner Mitbewohner. Wir hatten (mal wieder) Stromausfall und "mussten" Karten spielen.


Die Skyline von Atlanta


Underground Atlanta (ganz bekannt - in downtown Atlanta) mit Skyline

Da steppt der Bär!

Hier mal ein paar Fotos zur Veranschaulichung:

Tja, hier will ich eigentlich immer zur Uni langgehen. Dummerweise regnet es hier aber auch aufgrunde der ständigen Gewitter Bäume. (Das Haus gegenüber hat gerade kein Dach mehr...)

Das ist mein Zimmer mit diesem wunderschönem Bett! Man beachte vor allem die Bettdecke... :-)



Noch mal mein Zimmer. der Schreibtisch ist zwar echt klein, aber die innwand ist sehr praktisch! Inzwischen hängt da u.a. ein Campusplan.


Die typische Vegetation am Wegesrand...


Mein Häuslein... Da hinten ganz links (wo man den Baum sehen kann) ist eines meine Fenster.

Neue Eindrücke

Inzwischen ist Tobias angekommen, ich habe ein paar andere Leute kennengelernt und sogar schon meine ganzen Schlüssel für die Uni (Gebäude, Büro…). Ich wurde netterweise zu einem Pokerabend (der Gärtner hat gerade versucht durch mein Fenster zu schielen – ich hab´s genau gesehen!!! :-) ) mitgenommen. Das scheint hier (so wurde es mir gesagt) DAS Spiel zu sein. Blöd ist daran nur, dass sie es wohl auch nur um Geld spielen wollen. (Also ich letztes Mal nicht, hatte ja auch noch nie gepokert.) Und auch wenn der Einsatz begrenzt ist von vornherein, ist es schon doof.

In der Uni habe ich nun auch inzwischen die zuständige Sekretärin angetroffen. Tobias und ich wurden dort sofort mit einer begeisterten Umarmung empfangen (natürlich ohne dass wir uns vorstellen mussten), haben alle Unterschriften bekommen, eine Liste mit Sachen, die wir zu erledigen haben (ist bei mir nicht mehr wirklich viel, das meiste habe ich schon) und eben unsere Büro-, Gebäude- und Schreibtischschlüssel. (Juchhu!!!!!) Demnächst müsste dort dann auch schon mein Computerzugang funktionieren. Also ins Internet kommt man in der Uni (natürlich) mit dem allgemeinen Zugang, den ich auch schon seit ein paar Monaten habe, überall. So ziemlich an jeder Ecke steht ein frei verfügbarer Mac herum. Jepp, diese Uni scheint echt Geld zu haben.

Tobias und ich wurden in einem Nebensatz heute auch schon gleich darauf hingewiesen, dass wir uns dann eben irgendwann entscheiden müssen, wie lange wir hier bleiben wollen (Spannweite liegt ja da zwischen 1-5 Jahren), ob wir wie was wann einen Master und/ oder PhD machen möchten usw.

Inzwischen habe ich ebenfalls des Clairmont Campus (da gibt´s das University Housing) gesehen. Ist schon nicht schlecht mit Pool vor der Tür. Obwohl der Pool hier ja ohnehin beinahe Standardausrüstung ist – in jedem Apartmentkomplex ist der dabei und auch fast alle Häuser haben einen. (Da wo ich wohne, ist keiner – sniff, ich muss schwitzen… J ) Die Wohnungen selbst sind auch recht nett eingerichtet. Mein Zimmer ist zwar ein wenig größer, aber dort ist an Möbeln wirklich auch alles komplett drin. (Bloß 300 $ mehr Miete als ich zahlen, würde ich nun auch nicht gern zahlen wollen…)

Morgen fahre ich dann auch endlich mal nach Atlanta Downtown. CNN, Coca-Cola-Museum, Underground Atlanta usw. ansehen. Darf bloß meinen Reiseführer nicht vergessen…

Und nun noch was: Meine Käfertötungsquote steigt täglich, wenn ich auch noch nie so wirklich eklige Tierchen zu Gesicht bekommen habe. Laut anderes Aussagen, ist es aber wohl sehr erstaunlich, dass mir noch keine Kakerlake vor die Füße gehopst ist (nur so ein komischer Salamander hat mich neulich umgerannt). Äh – die rennen hier auch gern ins Haus… Äh…. Wenn ich die erste sehe (hier drinnen), mein Schrei ist dann auch noch in Deutschland zu hören!

Teuer

Leben ist hier wirklich verdammt teuer! Beim Einkaufen für Lebensmittel kann man hier wirklich ganz locker 50 $ lassen, ohne dass es besonders viele Lebensmittel wären. Gerade Käse finde ich hier extrem teuer. Und (zumindest der, den ich gekauft habe) schmecken tut der nach nichts so richtig.

Aber: Eine richtig gute Nachricht gibt es auch! Die Bank of America hat mir ganz problemlos (man brauchte bloß 2 ID´s – z.B. Reisepass und Führerschein) ein Konto gegeben. Juchhu!!!! Und, ich bekomme auch sofort eine Kreditkarte, ein analoges Teil zur ec-Karte (debit card) und Schecks. Die Kreditkarte hat nun allerdings ein Bild von mir drauf, wo ich nicht sehr intelligent drauf aussehen – Augen halb zu… :-) Zumindest hat sich ja nun meine Ausbildung doch noch mal echt bezahlt gemacht; ich hatte Vokabelmäßig bei der Kontoeröffnung keinerlei Probleme… :-)

Nach meinem grandiosen Erfolg in der Bank war ich dann noch in der Uni. Unter anderem wollte ich mich im Mathe-Department auf die Suche nach einem Befugten begeben, der mir einen Zettel unterschreibt, damit ich meine SSN beantragen kann. (Und vor allem hatte ich die Hoffnung, auch gleich meinen Schreibtisch- und Büroschlüssel zu bekommen…) Bei der Suche nach der ersten logischen Adresse (Sekretärin) bin ich auch gleich mal zufällig auf den Direktor des Matheinstituts gestoßen. Das lief ungefähr so ab: „Entschuldigung, wissen Sie wo Ann Dasher [die Sekretärin] sitzt?“ „Ja, weiß ich, kann ich Ihnen auch zeigen. Bist du zufällig Silke?“ … Äh, ja, große Uni… :-) Ich war ja nicht angekündigt oder so. Aber wenn ein Jahrgang halt nur aus 7 Leuten oder so besteht… Zumindest wurde mir dann gleich alles gezeigt, ein paar Leute vorgestellt (alle verbliebenen Deutschen kenne ich hier nun – sind ja auch nur noch drei außer Tobias und mir). Ist alles schon schön! Und damit ihr was zu lachen habt: Gibt sogar eine Dusche! Weil, wenn man mir den Fahrrad oder so gekommen ist…. Aber, ehrlich gesagt, ich bin auch schon bei dieser Hitze hier zu Fuß total durchgeschwitzt, wenn ich ankomme. Und das ist dann nur alles bergab… Davon abgesehen gibt es noch einen Aufenthaltsraum, eine kleine Küche (also mit Kühlschrank und Mikrowelle, Kaffeemaschine, Wasserspender…), Kopieraum und ähnliches. Wie gesagt, gegen die Uni kann ich bisher echt nichts sagen – die wirkt echt klasse!

Noch mal ganz kurz was zu laufen in Atlanta. Die Ampeln hier sind auch nicht gerade auf Fußgänger eingerichtet. Meist hat man im flotten (Marius-) Schritt gerade mal ein Viertel der Straße überquert und schon ist die Ampel wieder rot oder blinkt zumindest rum, dass sie gleich rot wird.

Und was auch etwas gewöhnungsbedürftig für mich ist und ich immer wieder dran denken muss: Die Preise sind hier ohne Steuer (außer Benzin wohl) ausgewiesen. D.h., es kommen immer noch mal so 7-8% auf den Preis drauf. (Blöd, wenn man centgenau kaufen wollte… )

Warum die Südstaaten Südstaaten heißen

Ausschlafen konnte ich natürlich am ersten Tag überhaupt nicht. Theoretisch schon, aber wenn man innerlich das Gefühl hat, dass schon längst mittags ist, dann schläft man eben nicht wirklich so lange. Und sollte man dann auf die grandiose Idee kommen, dann eben zu lüften, damit frische Luft ins Zimmer kommt und weil es doch um 6:30 noch schön kühl ist – na ja. Sauerstoff ist sicherlich eine gute Idee, aber kühl?!?!?! Schon morgens ist es ziemlich warm…

Um 11 hatte ich dann meinen ersten Termin in der Uni beim „Auslandsamt“. Zum Campus finden war kein größeres Problem, aber leider nützt einem der tolle Campusplan, den ich habe, überhaupt nichts. Denn was nützen einem Straßennamen auf einem Plan, wenn sie nirgendwo stehen, oder umgekehrt Straßennamen auf der Straßen, wenn sie nicht auf dem Plan stehen? Zum Glück habe ich immer man einen Menschen getroffen, den ich fragen konnte. Nun finde ich immerhin schon zum Studenten Center!
Dort angekommen wurden meine gesamten Papiere fotokopiert, ich musste noch mal einige Zettel ausfüllen und habe 1000 Infosachen in die Hand bekommen und erzählt bekommen. Nach einer Stunde war der Spaß fertig, und da ich eine Stunde später eigentlich einen Anruf von zu hause erwartet hatte, habe ich mich fix auf den Weg gemacht. (Wenn man weiß, wie man laufen muss, braucht man knapp 20 Minuten zum Campus.) Klar, natürlich habe ich mich auf dem Rückweg erst mal wunderbar verlaufen. Aber wieso heißen die Straßen auch alle so gleich? Und wenn man die Straßenschilder entweder nicht findet oder sie falsch interpretiert oder aber einfach ein E am Ende übersieht (meistens der einzige Unterschied bei den Straßennamen: NE, usw…), dann kann man schon mal woanders landen. Nach 10 Minuten in glühender Saunenhitze laufen ist mir das dann auch aufgefallen – so langsam hatte ich einen riesigen Durst und nun durfte ich einen tollen Berg wieder hochlaufen. Und: langsam aber sicher lief mir auch die Zeit weg, dass ich rechtzeitig für den Anruf zu hause bin. Hat dann aber letztendlich doch noch knapp geklappt – allerdings kam der Anruf erst am Spätnachmittag… :-( .

Später war ich dann noch mal auf dem Campus, um einen Brief ursprünglich wegzuschicken, bis mir auffiel, dass ich ihn auch vorbeibringen kann. Ah ja, ein Zitat von einer Amerikanerin, die ich (mal wieder) nach dem Weg fragen musste: „Oh, das ist aber weit! Ach, sind sie Deutsche? Ja, dann können sie den Weg laufen – Amerikaner laufen ja nicht. Für die wäre der Weg zu weit…“. Sie hatte 15 Minuten geschätzt – 7 waren´s… Aber eines muss ich zugeben: Wenn es so heiß ist, dann kann das schon zu weit sein! Ich habe zumindest von diesem Tag gelernt: Ohne Wasserflasche verlasse ich das Haus hier nicht mehr!

Sonst klappt alles nicht so toll, wie ich es gerne hätte. Ohne Auto kommt man eben zum Campus und mit Shuttlebussen zu 2 Einkaufsmöglichkeiten (nur Lebensmittel) und das war´s! Sonst: nach meiner Einschätzung geht hier ohne Auto nicht wirklich was. Zum Glück haben mich Annika und Nader zum Einkaufen am Abend mitgenommen/ gefahren. Ich fürchte also, ich werde noch mal in die Tasche greifen, und mir ein Auto zulegen. Also rein zum Einkaufen könnte ich hier auch eines dann leihen, aber man ist sonst wirklich gar nicht beweglich!!!!! Mal sehen, wie teuer das so ist; weil mein Anspruch ist nun schon auf eine Klimaanlage gestiegen. Und sonst – ich kann erst am 1.09. meine Campus-ID-Karte bekommen, deswegen wollte mir zumindest die Sun Trust Bank auch noch kein Konto geben. Mal sehen, was die Bank of America sagt.

Ansonsten – für alle die mal Desperate Housewifes gesehen haben: Ich finde, ich wohne in einer Straße, die auch diese Straße von denen da sein könnte; rein vom Aussehen her. Alles schicke Häuschen und Gärtchen; was ich nach hinten raus übrigens auch habe (mit Terrasse). Und sonst? Ich hatte ganz vergessen, wie dünn das Klopapier hier ist – so pergamentmäßig… Und Wäscheständer gibt´s hier keine! Wenn man so was will, also besser aus Deutschland mitbringen. Die Amis schmeißen alles in den Trockner – scheinbar haben sie nur Anti-Einlauf-Anti-Knitter-Kleidung… ??? Ich habe jetzt zumindest mit Annikas und Naders Hilfe so was ähnliches gefunden, sieht eben eher so aus, wie diese Kinderspielwäscheständer bei uns. Mal sehen… :-)
Ah ja, ich habe ja nun übrigens doch einen Fernseher hier – gestern Abend habe ich auch ein wenig mitgeguckt. Aber: das ist hier so nervig mit der Reklame, da macht es echt keinen Spaß!!!! Alles 10 Minuten spätestens kamen 5 Minuten Werbung. Toll….

Flug und Ankunft

Als erstes: Der Flug ist lange! Sehr lange!!!!!!!!! Nach drei Stunden in dem Flieger nach Atlanta (da hatte ich immerhin auch schon 100 Minuten nach Paris hinter mir, wobei bereits auf diesem Flug ausschließlich Englisch und Französisch gesprochen wurde) hätte ich meinetwegen auch schon da sein können…. Obwohl die Verpflegung viel besser als damals, wo ich das letzte Mal geflogen bin, war. Außerdem hatte jeder einen Minifernseher vor sich und konnte aus mehreren Filmen auswählen. (Hätte ich mir Madagaskar doch nicht mehr in Berlin angucken müssen..) Dafür gab es dieses Mal (1999 war das noch so) keine Ausfüllhilfe für diese Visumsteile, die man da erst ausfüllt mehr.

Ansonsten hatte ich den Flughafen von Paris wirklich deutlich unterschätzt. Meine 100 Minuten zum Umsteigen waren keineswegs reichlich mit ein wenig Wartezeit (obwohl ich pünktlich da war), sondern eher ein „Na, zum Glück noch den Flieger bekommen!“. Der Flughafen muss in den letzten 10 Jahren enorm gewachsen sein; davon abgesehen ist er meiner Meinung nach recht schlecht ausgeschildert. Ich kam am Terminal C an und musste zu E80. E zu finden war kein Problem – ein Flughafenmensch hat mich angesprochen, ob ich nicht in so einem (kostenlosem) Shuttle dahin fahren möchte. Das ging also noch mal schneller als so ein nettes Rollband. Das Dumme war: Bei E hörte es bei E7 auf. Aha! Da freut man sich! Wenigstens kann ich noch ausreichend viel Französisch, so dass ich mich danach durchfragen konnte. (Das Englisch der Beamten habe ich schlechter verstanden; zumindest von denen, die ich da gefragt hatte.) Zumindest musste man durch lustige versteckte Gänge rennen (langsam hatte ich Angst, meinen Flug nicht zu schaffen) und dann in lustige Shuttlebusse einsteigen. Aha!!!!! Wissen muss man´s… J

Ich habe zumindest nach einigen Quälereien meinen Flieger noch bekommen. Das Einchecken dort war nicht so besonders nett. Der Beamte hat mich da mit so Sachen gequält wie „Darf ich ihr Rückflugticket sehen?!“ (und was wenn ich nun erst mal one-way gekauft hätte? Bei `nem Jahr ja nun nicht so ganz außergewöhnlich, oder?!), „Wer hat Ihren Koffer gepackt?“, „Führen Sie eine Kamera oder Laptop mit sich?“ – Oh, ganz böse! Ja… Aber da ich ihn ja niemanden anderen habe benutzen lassen…. Na ja, und lauter solche Späße. Ich dachte, das machen die erst bei der Einreise hier, einen so zu quälen?!

(Apropos quälen: Beim Einchecken in Berlin bin ich dieses Mal wirklich bis auf das letzte Hemd ausgezogen worden. Ich durfte sogar meine Schuhe ausziehen, dann wurden meine Fußsohlen abgepiept und lauter solche Späße… Ach so, beim Einreisen hier musste ich auch meine Schuhe ausziehen(scheint hier regulär so zu sein – in Berlin aber nicht!), wurde aber nicht so abgepiept, durfte auch mein Geld behalten und war eine ganze Runde freundlicher.)

Den Flug von Paris nach Atlanta könnte man wirklich als sehr „interessant“ bezeichnen. Davon abgesehen, dass wir statt um 13:20 erst um 15 Uhr gestartet sind (hatten wohl viele das Problem, dass sie die Größe des Flughafens unterschätzt hatten), hatte ein Passagier auch noch einen Herzinfarkt. Meine Nachbarin hat vermutet, dass es daher kam, dass sie davor einen Riesenaufriss von wegen Turbulenzen gemacht haben, wo der Pilot drei Mal durchgesagt hatte, dass wir sofort alle auf unsere Plätze zurückkehren sollen und auch die Stewardessen usw. Na ja, und danach kam die wunderbare Arztfragendurchsage und es rannten ständig Leute mit Sauerstoffflaschen an mir vorbei. Dummerweise waren wir da noch mitten über dem Atlantik. Ab da wurde dann aber zunächst als Landungsziel St. Johns in Kanada angepeilt; um dort zwischenzulanden. Kurz bevor wir da waren, schien es aber nicht mehr nötig (aus welchen Gründen auch immer, will man auch gar nicht wissen) und wir sind doch erst wieder im schwülen, vernebelten Sauna-Atlanta mit 1 Stunde Verspätung gelandet. Bei der Landung hat man wirklich gar nichts gesehen – alles weiße Suppe. Außer dem Landungs“boing“ war da kein Unterschied...

Das Einchecken hier hat dann hauptsächlich so lange (bis ich ganz raus war 1,5 Stunden) gedauert, weil viele Einreisenden kein Englisch konnten, und ständig Übersetzer gerufen werden mussten, damit die Leute ihren Einreisegrund darlegen konnten. Ich wurde das nicht gefragt – na ja, eigentlich steht´s ja auch in meinem Visum. Mir wurde bloß bei jedem Beamten erzählt, wie toll die Emory sei. Glücklicherweise wurde ich auch am Zoll nicht auseinandergenommen. Und noch mal glücklicherweise haben sie noch nicht mal bemerkt (oder es ist wirklich egal), dass meine SEVIS-Nummern nicht übereinstimmen; und mit blieben die langwierigen Erklärungen erspart. Hier war es trotz der Größe des Flughafen 10 mal übersichtlicher als in Paris. Zum Einen standen überall hilfsbereite Amerikanerbeamten, außerdem gab´s jede Menge Schilder und zu allem Spaß durfte man im Flugzeug am Ende (bin übrigens hierher dann doch nicht mit der Air France, sondern mit der Delta geflogen) auch einen Film sehen, was man wo am Flughafen zu tun hat. Also war ich darauf gefasst, dass ich beim Zoll meine Koffer auf ein Band stelle, sie wieder in der Versenkung verschwinden und ich dann mit einer U-Bahn oder so was ähnliches zu meinem Gepäck fahren würde. Dort hat dann glücklicherweise auch schon Annika auf mich gewartet und mich in Empfang genommen.

Ich wurde hier dann auch nett empfangen – meine Vermietern war zwar nicht gerade da, aber drei andere. Der eine ist nur noch 1,5 Wochen hier und der Rest eben auch so wie ich. Scheinen auch alle nett zu sein. Mein Zimmer hat alles nötige – nur mein großer Schreibtisch zu hause fehlt mir jetzt schon. Habe ein ziemlich kleines Teil hier. Dafür in amerikanischer Manier ein Bett mit 2 Matratzen übereinander. :-) Sonst: lila Teppich und fliederfarbene Wände, großer Spiegel, eingebauter Wandschrank (also so Minibegehbar), Kommode, Regal, kleines Klappenteil (weiß nicht, wie so was heißt…). Nun muss ich mich nur noch erinnern, wo ich meinen Taschenrechner im Gepäck gelassen habe – den finde ich nämlich nicht mehr… Oder liegt der doch noch in Berlin?!